BALKE
Schnecke Kind Pferd

Märchen "Mitek", Verlag "Psychoskok"

Ein kleiner Junge besucht an einem Regentag seine Tante Emma in ihrem Garten. Dabei passiert fast nichts Außergewöhnliches, aber er begegnet der schüchternen Schnecke Mitek. Kaspar ist der einzige, der ihre leise Stimme hören und sich mit ihr unterhalten kann. Mitek, Kaspars neuer Freund, zeigt ihm die Geheimnisse des Schneckenlebens.
Hier kann man Buch bestellen beim Verlag "Psychoskok"

MITEK
In diesem Jahr regnete es viel. Am Wochenende wollte Kaspars Mama ihre Schwester besuchen. Plötzlich bildeten sich am Himmel große, dunkle Regenwolken. Dann fing es zu regnen an... Dicke Regentropfen fielen auf die Straße und überschwemmten die Wiesen.
"Ich hoffe, es hört bald auf zu regnen", sagte Kaspars Mutti.
Kaspar schaute durch das Fenster.
"Heute wird es wohl nichts mit Fernsehen", sagte Papa.
"Schade...", erwiderte Kaspar.
"Sobald es aufhört zu regnen, fahren wir in den Garten", fügte Mutti hinzu.
"In Ordnung", antwortete Kaspar. "Wenn wir nicht fernsehen können, dann eben nicht. Aber wenn der Regen nachlässt, dann würde ich gern die neuen Stiefel anziehen, die wir gestern gekauft haben". Kaspar schaute neugierig die Schuhe an. Die Stiefel waren wirklich schön, blau mit kleinen, zierlichen Tierchen: Frösche, Fische, Schnecken.
"Fein", sagte der Junge.
Die schweren Wolken zogen vorbei, als würden sie durch den Himmel schwimmen. Endlich zeigte sich das Sonnenlicht und man konnte einen Teil des blauen Himmels wieder sehen.
"Okay, gehen wir!", sagte Mama.
Kaspar zog die neuen Stiefel an und alle drei gingen auf die Straße. Die Pfützen glitzerten in der Sonne und die Luft roch frisch. Kaspar konnte es vor Begeisterung kaum aushalten. Er fing zu hüpfen an und trat mit seinen Beinen in kleine und große Pfützen. Das Wasser spritzte wie ein Karussell. "Was für ein Spaß!", dachte Kaspar. Das Wasser klatschte. Es hörte sich an, als ob Kinder in der Schule beim Singen rhythmisch mitklatschen.
"Noch zwei Minuten, dann steigen wir in die Straßenbahn ein", sagte Papa.
Die Straßenbahn kam pünktlich. Kaspar zählte während der Fahrt die Haltestellen.
"Eins, zwei, drei und..."


Ein Märchen über ein Mädchen, die sucht die Tulpen in ihrer Lieblingsfarbe. Eine Lektüre für Kinder, die sprechen Deutsch oder Polnisch.
Zum Verlag "Dygresje"

"Dygresje"

LISA UND DIE BRAUNEN TULPEN
Ich werde diese Geschichte nicht mit "Es war einmal..." beginnen! Das wäre ja ziemlich altmodisch. Außerdem ist es noch gar nicht so lange her, als die kleine Lisa, von der nämlich diese Geschichte handelt, folgendes erlebt hat...
Lisa ist ein ganz normales, kleines Mädchen. Sie hat eine Mama und einen Papa, wohnt in einem Haus mit Garten und hat eigenes Zimmer mit Unmengen von Kleine-Mädchen-Spielzeugen, wie Puppen und Kuscheltiere.
Es gibt nur eine Sache, die sie von den anderen Kindern unterscheiden lässt: ihre Lieblingsfarbe. Für die meisten Mädchen in ihrem Alter sind es Farben wie: Rosa, Rot, Blau, manchmal Violett ode sogar Gelb. Lisas Lieblingsfarbe ist aber Braun.
Ihr scheint es völlig logisch zu sein. Sie mag doch Bäume mit ihren braunen Stämmen und Ästen. Der Fotorahmen, in dem sich ihr Lieblingsfoto mit Mama, Papa und Lisa frauf befindet, ist natürlich braun.
Sogar ihr allerliebster Teddy, wie könnte es anders sein, ist auch braun. Nur Lisas Haare sind nicht braun, sondern blond und lockig. Das stört ihr aber nicht.
Vor einiger Zeit war Lisa mit ihren Eltern im Botanischen Garten. Dort fand eine große Tulpenausstellung statt, in der es die schönsten und seltesten Tulpen der Welt gab. Die Ausstellung gefiel Lisa gut, aber irgendetwas fehlte ihr daran...
Als sie wieder zu Hause waren, fragte sie ihre Mama: "Gibt es braune Tulpen? Ich habe keine solchen gesehen". "Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaub's nicht"- antwortete Lisas Mama.


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